Projekt

Iron Age human subsistence, environment and climate in the Inner Congo Basin (Democratic Republic of the Congo)

Laufzeit

2015-2019

Finanzierung

DFG

Projektleitung und –koordination

Katharina Neumann, Hans-Peter Wotzka (Köln)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Barbara Eichhorn (Archäobotanik), Chris Kiahtipes (Palynologie, Archäologie, Köln)

Technische Assistenz

Jennifer Markwirth

Kooperationspartner

Dr. Alfred Ngomanda (Libreville, Gabun), Palynologie; Dr. Veerle Linseele (Leuven, Belgien), Archäozoologie; Dr. Els Cornelissen (Tervuren, Belgien), Archäologie; Dr. Jane Humphris (Qatar), Archäometallurgie

Kurzbeschreibung

Bis heute sind Vorgeschichte und Paläoumwelt des zentralafrikanischen Regenwaldes wenig erforscht. Nahrungsmittelerzeugung, Keramiktechnologie und Metallurgie entwickelten sich in dieser Region nicht unabhängig, sondern wurden von außen eingeführt. Ihre Ausbreitung war zu Beginn mit einer Klimakrise in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends BC verknüpft, die zu einem teilweisen Zusammenbruch des Regenwaldes führte und in Südkamerun zeitweise den Anbau von Perlhirse, einer Savannenart, ermöglichte. Es ist noch unbekannt, ob dies ein überregionales Phänomen war, das auch die Kernregion des Regenwaldes betraf. Ebenso ist umstritten, inwieweit Ackerbau und Eisenmetallurgie auf die Vegetation des Regenwaldes rückwirkten.

Das Projekt erforscht die Geschichte der Ökonomie und Umwelt des Inneren Kongobeckens während der letzten zweieinhalb Jahrtausende. Schwerpunkte sind die regionalen Auswirkungen der früheisenzeitlichen Klimakrise sowie die Einführung des Ackerbaus, der Viehhaltung und der Eisenverhüttung.  Im Fokus der archäobotanischen Forschungen steht darüberhinaus die weitere Entwicklung der Pflanzennutzung hin zu einer Subsistenz, die sich heute weitgehend auf asiatische und neotropische Kulturpflanzen stützt. Wir wenden hierbei sowohl Makrorestanalysen (Holzkohle, Samen und Früchte, Parenchym) als auch Mikrorestanalysen (Phytolithe) an.

Ein Marantaceae Samenphytolith, Fundplatz Iyonda (DR Congo)